Freddy Schilling

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Lieber Leser, sei gewappnet. Auf unserer kulinarischen Weltreise verlassen wir zum ersten Mal das Rhein-Main Gebiet. Unsere Reise führt die A3 gen Nordwest nach Kölle! Eine Stadt bekannt dafür, Bier aus Schnapps-Gläsern zu trinken, Stadtteile nach Rülpsgeräuschen zu benennen (Porz, Deutz, Kalk) und eine der größten Kirchen der Welt auf eine der hässlichsten Plätze der Welt zu stellen. Aber für Burger?

Ambiente
Wir begeben uns in die Kölner Südstadt, ganz in die Nähe des Barbarossaplatzes. Schön ist anders. Nach einem kurzen Spaziergang kommen wir zum Freddy Schilling – Die Hamburger Manufaktur. Der Laden macht von außen nicht viel her und wir wären auch daran vorbei gelaufen, wenn es nicht so voll gewesen wäre. UND ES WAR VOLL! Das Freddy Schilling ist kein Restaurant, sondern eher ein Imbiss. Wir kämpften uns durch die Menschenmassen an die Bestell- und Zubereitungstheke und bestellten zwei “Freddy’s Favorit” für 7,- EUR inkl. Beilagen. Getränke gab es per Selbstbedienung aus dem Kühlschrank (kein Bier! AHH!) und die Sitzgelegenheiten waren.. rar gesät. Mehr als zehn können es nicht gewesen sein, dazu etwa zehn weitere Stehtische. Das wir erst einen Platz nach zehn Minuten bekamen, war nicht weiter schlimm, da unsere Burger noch einmal so lange brauchten. Junges, gemischtes Publikum. Außerordentlich gut gelaunte und freundliche Bedienung die 2 Punkte verdient hat.

2 von 10 

Transient

Fleisch
Eigentlich kennt man einen Burger schon nach dem ersten Biss. Der ist immer der Beste. Alles andere macht nur noch satt. Und der erste Biss in Freddys Favorit ist… gigantisch. Flashback. Irgendwo in Florida. Bestes Rindfleisch frisch vom Grill. Die Geschmacksnerven vergessen nicht. Ein Blick hinter die Theke verrät, dass die Burger nicht auf einer Platte, sondern einem richtigen Lavagrill gebraten werden. Und das schmeckt man. Außen zwar ein ganz kleines bisschen zu dunkel, aber innen wunderbar saftig und rosa. Hervorragend. Auch an der Größe kann man nicht meckern: man braucht schon beide Hände, um dem Fleischpflanzerl – das übrigens aus der Eifel kommt – Herr zu werden.
9 von 10

Zubehör
Pommes Frites (Durchschnitt) und Rosis. Rosis? Rosmarin-Kartoffeln. Warum kommt auf so etwas eigentlich sonst niemand? Die Kartoffeln sind mit Rosemarin garniert und frisch aus dem Ofen. Wunderbar. Ebenso die angebratenen Zwiebeln und der “Kölner Ketchup”. Eine sehr gelungene Gesamtkomposition.  Nur das Brötchen kann nicht ganz mithalten und weicht zum Ende des Mahls mehr und mehr ein.
8 von 10

Gesamt
In diesem Blog zählt der Burger. Und beim Burger zählt das Fleisch. Und das ist sehr gut, was widerum den Burger sehr gut macht. Das Preis-Leistungsverhältnis ist angesichts der Qualität Bestens. Auch wenn irgendwo in Köln beheimatet und das ist: ein rundum gelungener Burger mit sehr guten Zutaten.

7 von 10