Tomas Herzberger

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Wie du zum Thought Leader in deinem Fachgebiet wirst - in nur 15min täglich

Thought Leadership - was ist das eigentlich?


Unabhängig davon, für wen du arbeitest - für dich selbst, ein Startup, einen Mittelständler oder ein Konzern - jeder Marketer möchte sein Unternehmen als DIE Adresse für das jeweilige Fachgebiet positionieren. Warum? Auf alle Marktteilnehmer (Wettbewerber, potentielle Mitarbeiter, Investoren und besonders Kunden) hat die fachliche Führungsrolle einen ganz besonderen Anreiz, denn Menschen respektieren Autorität und folgen Menschen und Unternehmen, die diese ausstrahlen. Man kauft und arbeitet gerne dort, wo man weiß, was man tut. Ein Thought Leader ist nicht zwingend der Marktführer, aber ein Thought Leader ist jemand, dessen Wort Gewicht in einem Markt hat.

Der Thought Leader demonstriert sein Fachwissen, indem er es generös zur Schau stellt: via Blog, Video, Konferenz oder Newsletter. Man kann wohl davon ausgehen, dass jeder Marketer, der sich ernsthaft mit Content Marketing auseinandersetzt, diese Rolle als Thought Leader anstrebt.

Wie kannst du das erreichen?

Mit keinem Hack dieser Welt wirst du es schaffen, als Experte für ein Gebiet wahrgenommen zu werden, in dem du dich nicht auskennst. Aber mit folgendem Prozess kannst du deine Expertise sehr elegant und zeitsparend zur Schau stellen - und das mit minimalen Zeit- und Kostenaufwand.

So gehst du vor:

  1. erstelle dir eine neue Email-Adresse, gerne bei Gmail oder eine spezifische Adresse deines Unternehmens.

  2. Erstelle eine Liste mit den Top20 Blogs, Experten, Podcasts, Messen und Fachmagazinen in deinem Gebiet.

  3. Abonniere den Newsletter, den diese etablierten Institutionen wahrscheinlich anbieten mit deiner neuen Email.-Adresse. So stellst du sicher, dass du nur relevanten Content in diesem Postfach sammelst.

  4. Eröffne einen Account bei Feedly und suche nach weiteren lohnenswerten Quellen. Denk auch über den Tellerrand hinaus an andere Länder, sofern deine Zielgruppe die jeweilige Sprache spricht. Schicke auch diesen Newsfeed an dein neues Postfach. Jetzt hast du zwei hervorragende Quellen für den besten Content in deinem Fachgebiet!

  5. Nimm dir jeden Tag min. 15 Minuten Zeit, um die neuesten Newsletter "querzulesen" und so spannende Info-Nuggets zu identifizieren. Denke dabei an deinen "Lieblingskunden", den du (hoffentlich) als Persona abgebildet hast. Was würde ihn am meisten interessieren? Vor welchen Problemen und Herausforderungen ist er gestellt? Suche nach Artikel, die deinem Kunden helfen. Du kannst dich nicht entscheiden? Kein Problem, du wirst schnell feststellen, welche Themen am besten funktionieren.

  6. Speichere die besten Artikel mit Pocket ab - und erstelle VORAB eine Liste mit sinnvollen Tags, die dir dabei helfen, die Artikel nach Themen zu sortieren. Dafür ist die Chrome-Erweiterung sehr sinnvoll.

  7. Mit IFTT oder Zapier kannst du eine Automatisierungsprozess erstellen, mit dem jeder neue gespeicherte Artikel in einem Google-Sheet gespeichert wird. Voila - du hast nun eine Wissensdatenbank für dich und deine Kollegen.Aber wie teilt man dieses Wissen jetzt mit dem Publikum?

  8. Erstelle dir einen Account bei Revue. Das ist ein Newsletter-Service, der sich auf die Erstellung von kuratierten Newsletter spezialisiert hat. Was bedeutet das? Kuratierter Content ist nicht "selbst" erstellt, sondern gesammelt. In diesem Fall von dir. Du bist derjenige / diejenige, die den besten Content deiner Branche liest, sammelt, bewertet bzw. kommentiert und "kondensiert". Damit nimmst du deinem Kunden die Mühe ab, sich selbst durch alle relevanten Quellen zu lesen und sparst Zeit. Mit hilfreichen und qualitativ hochwertigen Kommentaren sagst du deinen Lesern, warum dieser oder jener Artikel lesenswert ist und was für ihr Business bedeutet. Deine Auswahl der besten Artikel, Interviews, Statistiken oder Studien kannst du jetzt schnell und einfach per Newsletter teilen. Natürlich kannst du - mit sehr überschaubarem Aufwand - diese Artikel auch via Social Media teilen. Dafür empfiehlt sich ein Social Media Management Tool wie dirico (für Teams) oder Buffer (für Solopreneure).

Soweit so gut. Du hast die Quellen fein säuberlich gesammelt und eine schnelle und kostengünstige Methode gefunden, sie mit deinen Kunden zu teilen. Du kannst jetzt aber noch einen Schritt weiter gehen, um auch neue Kunden und Nutzer zu gewinnen. Und das geht so:

Ist dir aufgefallen, dass der oben beschriebene Prozess auch wunderbar ohne das Google Sheet funktioniert? Deine Datenbank kommt erst jetzt ins Spiel, denn Kern deiner Content-Kuration ist der Link zum anderen Artikel. Wenn du diesen Link nicht weiter bearbeitest, verschenkst du Potential. Denn jeder Link kann für dich arbeiten. Dafür musst du ihn aber umwandeln, BEVOR du ihn verschickst - und dafür brauchst du die Daten aus der Tabelle.

Zum einen kannst du ein Branding-Tool wie Rebrandly nutzen, um deinen Link umzuwandeln. Damit erscheint auf der Seite, auf die du verlinkst, deine Marke als Absender. Für die Abonennten deines Newsletters ist das keine wichtige Information, den sie kennen dich ja bereits. Aber spannend wird es, wenn deine Leser deine Links teilen - denn dein Branding ist mit dem Link verknüpft. Sobald deine Leser den Link mit ihrem Netzwerk teilen, teilen sie auch dein Branding - und werden damit zu Markenbotschaftern. Voila, du hast eine Viral Loop eingebaut.

Zum anderen kannst du Snip.ly nutzen, um deine Links umzuwandeln. Damit ist dann für den Leser zwar kein Branding sichtbar, aber jeder Mensch, der auf deinen Link klickt, landet auf deiner Custom Audience-Liste bei Facebook. D.h. du erstellst eine Zielgruppe aus Menschen, die sich für das jeweilige Thema interessieren und kannst sie jederzeit mit relevanten Themen erreichen. Der erfahrene Facebook-Advertiser weiß, dass eine gute Custom Audience auch die Basis für eine gute LookAlike-Audience ist. Und solltest du nicht nur fremden Content teilen, sondern auch selbst Artikel schreiben, Studien veröffentlichen oder Interviews erstellen, hast du bereits die perfekte Leserschaft parat.

Jetzt hast du gelernt, wie du hochwertigen Content sammelst, bewertest und teilst - und damit sogar die Anzahl deiner Fans und Follower vergrößerst. Einen letzten Tipp möchte ich dir noch an die Hand geben: wenn du die Artikel von anderen Experten auf Social Media teilst, empfehle ich dir, den Urheber zu markieren. So erfährt er von dir. Im schlechtesten Fall bringt dich das "auf den Schirm" von einflussreichen und klugen Menschen. Im besten Fall werden sie sich bei dir bedanken, deinen Conent teilen und du hast die Basis für eine neue Partnerschaft gelegt. 

Probiere es doch gleich aus und teile diesen Artikel via Twitter, LinkedIn oder Facebook. Wenn du mich markierst, würden wir uns freuen und du gewinnst zwei neue Follower. :-)

Falls du dich für Growth Hacks wie diesen interessierst, empfehle ich dir mein Buch "Growth Hacking". Alle Infos dazu auf growthhacking.rocks - dort findest du auch meinen kuratierten Newsletter über Growth Hacking,